2) Wie wirken die Alten Götter?
Die Gottheiten Myras wirken nur in den seltensten Fällen durch persönliche
Intervention, auch wenn es vorkommen kann, daß der höchste Vertreter einer
Religion (oft als Vertreter oder gar Inkarnation der Gottheit geehrt) die
Ehre und die Interessen seiner Religion persönlich vertritt, etwa wenn
grundsätzliche Werte dieser Religion (und ganze Massen von Gläubigen) auf dem
Spiele stehen. Den -zweifellos übertriebenen- Berichten zufolge, die es von
diesen seltenen Ereignissen gibt, gelingt es diesen Priestern und
Priesterinnen dann zuweilen, in der Wahrnehmung ihrer Gegner ein Bild zu
erzeugen, das landläufigen Vorstellungen von einer Gottheit recht nahe kommt.
Aber das kann zum einen auf Massensuggestion beruhen, und ist zum anderen so
selten, daß die wenigsten Myraner dergleichen je erleben oder auch nur
beobachten werden.
Was die unbestritten segensreichen Wirkungen angeht, die manche
Religionen für ihre Gläubigen haben, so die wunderbare Fruchtbarkeit mit zum
Teil verdoppelten Einnahmen im Umfeld von Chnumtempeln, so die besseren
Kampfergebnisse von Gläubigen Artans oder Borgons, die prachtvollen
Schmiedeerzeugnisse aus den Werkstätten Dondragläubiger, die Heilungen durch
Paranas Dienerinnen und dergleichen, so werden diese von Skeptikern zum einen
mit psychologischen Effekten wie auch einer erhöhten Motivation erklärt, zum
anderen damit, daß die Diener der entsprechenden Gottheiten mit den
entsprechenden Themen und Fertigkeiten tatsächlich vielmehr beschäftigen und
zum Teil altüberliefertes Wissen, etwa in Form von Glaubensmaßregeln,
besitzen, das auch ihre Ergebnisse in diesen Bereichen verbessert. (Ein
Beispiel für viele: Die Fruchtbarkeit im chnumgläubigen Kahl-Kottoni auf
CORIGANI durch die Kreisfelderwirtschaft).
Es bleiben so noch die magischen Wirkungen durch Priester, die so oder
ähnlich auch von Zauberern unter Anwendung Magischer Energie herbeigeführt
werden, von manchen Heilzaubern abgesehen. Diesen sicheren Beweisen
tatsächlicher Macht einer Religion aber wird entgegengehalten, daß doch
nichts dagegen spricht, auch den Priestern im Großen Zauber wie auch im
kleinen täglichen Bereich die Fähigkeit zuzugestehen, mit Magischer Energie
umzugehen und selbst aus sich heraus oder mit üblichen magischen Mitteln
Zauber zu wirken.
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